Welche Eigenschaften hat Polyamid?
Es gilt: Polyamid = Formstabilität + Leichtigkeit + Pflegeleichtigkeit + Funktionalität
1. Formstabilität:
Verglichen mit anderen Kunstfasern ist das Material außerdem elastisch, behält aber auf Dauer seine Form. Es gilt zudem als mottensicher.
2. Leichtigkeit:
Die dünnen Polyamidfasern können zu feinen Stoffen verarbeitet werden. Sie sind angenehm weich und haben ein geringes Gewicht – egal, ob sie bei Bettwäsche oder Bekleidung zum Einsatz kommen.
3. Pflegeleichtigkeit:
Die Faser knittert wenig und trocknet schnell, weil sie kaum Feuchtigkeit aufnimmt. Sie lässt sich unkompliziert waschen, läuft nicht ein und sollte kaum gebügelt werden.
4. Funktionalität:
Die geringe Wasseraufnahme macht Polyamid zur idealen Basis für Bademode, Sport- und Funktionskleidung. Der Stoff ist wasserbeständig und winddicht. Feuchtigkeit bzw. Wasserdampf werden durch kleine Poren im Gewebe nach außen transportiert. Richtig atmungsaktiv ist Polyamid allerdings nicht. Daher werden dem Material häufig Naturfasern wie Baumwolle, Lyocell oder Merinowolle beigemischt. Diese übernehmen den Feuchtigkeitsaustausch an die Luft.
Schon gewusst? Die Kunstfaser lässt sich vergleichsweise leicht einfärben. Das hatte für die Modeindustrie eine große Bedeutung. Ohne Polyamid wären die kunterbunten 70er Jahre viel weniger farbenfroh gewesen.